Ordentliche Mitgliederversammlung "Team Germany Ü60" in Mannheim

Mo. 01.12.2014 - 12:49 -- Hans-Joachim Heinz
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Seitdem der Mannheimer HC in der Wintersaison seine Traglufthalle aufbaut, ist der Club am Feudenheimer Neckarkanal eine beliebte Anlaufstelle zahlreicher Nationalmannschaften. So kam aktuell das „Team Germany Ü60“, die Dachorganisation der Ü60-, Ü65- und Ü70-Nationalteams des Deutschen Hockey-Bundes (DHB), nicht nur zu einer dreitägigen Trainingsmaßnahme in Vorbereitung auf die Europameisterschaften vom 21. bis 28. August 2015 in London zusammen, sondern führte gleichzeitig auch seine ordentliche Mitgliederversammlung durch.

Das im vergangenen Jahr bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung ebenfalls in Mannheim gewählte neue Präsidium mit Günther Gudert (Präsident), Dr. Hans Werner Schrader (Sport-Manager), Wolf-Michael Haupt (Team-Manager), Dieter-Alfred „Butz“ Paul (Finanz-Manager) und Thomas Rochlitz (Development-Manager) wurde dabei einstimmig in seinem Amt für zwei weitere Jahre bestätigt, als Kassenprüfer fungieren Dieter Riehn und Manfred Teichelkamp.

Präsident Gudert gab seiner Freude Ausdruck, dass sich das in der Vergangenheit nicht immer ganz ungetrübte Verhältnis zum DHB verbessert habe. Das „Team Germany Ü60“ bestehe derzeit aus etwa 150 aktiven und passiven Mitgliedern. Die Leistungsstärke sei auch durch die Maßnahme, für jede Mannschaft einen eigenen Trainer zu installieren, die Trainingsmaßnahmen zu intensivieren und sich auch professioneller Physiotherapeuten zu bedienen, gestiegen. Allerdings sei dadurch auch der Finanzrahmen ordentlich erhöht worden. Um das „strukturbedingte Defizit“ auszugleichen und die Kasse zu entlasten, werden künftig von jedem Mitglied pro Teilnahme an einer Trainingsmaßnahme 20 Euro zusätzlich zum jährlichen Mitgliedsbeitrag fällig. Auf Beschluss des Präsidiums wurde der von 2007 bis 2013 amtierende Finanz-Manager Jürgen Buddenberg ebenso zum Ehrenmitglied des „Team Germany Ü60“ ernannt wie der langjährige WGMA-Präsident Peter Child (München), der in diesen Tagen erst – übrigens als erster Vertreter des DHB seit längerer Zeit - vom Welthockeyverband FIH für seine Bemühungen bei der Entwicklung und der damit einhergehenden zunehmenden Beliebtheit des Masters Hockey mit dem „Diploma of Merit' ausgezeichnet worden war.

Sport-Manager Schrader bedankte sich bei seinem Vorgänger Hans-Dietrich „Hannemann“ Sasse für die geleistete Vorarbeit, beklagte aber, dass das Spielerreservoir deutlich zu dünn sei. Angesichts der Tatsache, dass man in Deutschland in diesem Alterssegment eher von einem „Freizeitbetrieb“ sprechen könne, seien die drei vierten Plätze bei der Weltmeisterschaft in diesem Jahr in Den Haag durch die Ü60, Ü65 und Ü70 eine optimale Ausbeute gewesen. „Wir waren damit das beste der Nicht-Profi-Teams“, führte Schrader mit Blick auf den regelmäßigen Spielbetrieb und die personellen Möglichkeiten der drei Top-Nationen Australien, England und Niederlande in den drei Altersklassen aus. Um diesem Defizit künftig entgegenzuwirken, müsste künftig verstärkt versucht werden, regionale Trainingsgruppen und letztlich auch einen dementsprechenden Spielverkehr zu installieren. Hier sollten die Landesverbände des DHB aktiv werden, „die Vereine können das nicht leisten“. Der im Jahr 2013 vom „Team Germany Ü60“ selbst ins Leben gerufene Regio-Cup sei zumindest ein erster Schritt in diese Richtung und wird im kommenden Jahr am 28. und 29. März in Mannheim ausgetragen. Dass durchaus personelle Ressourcen vorhanden sind, machte Schrader anhand der Mitgliederzahl im DHB von 21 Prozent in der Gruppe der über 40-Jährigen deutlich. „Von denen sollten künftig weniger zum Golf abdriften“, habe doch auch jüngst die FIH Hockey als „Lifetime-Sportart“ (kann generationenübergreifend von allen Altersgruppen ausgeübt werden) propagiert. Intern sollen mit einem soeben eingeführten Newsletter die Mitglieder immer auf dem neuesten Stand gehalten werden.

Ü60 mit ihrem Trainer Thomas Dauner (r. stehend)

Ü65 mit ihrem neuen Trainer Achim Mertens (l. stehend)

Team-Manager Haupt kündigte an, dass künftig die Trainingsmaßnahmen von Ü60 und Ü65 noch enger verknüpft werden sollen. In Mannheim spielten beide zwei Mal gegeneinander (2:0 und 1:0 für die „Jüngeren“), dazu verloren beide jeweils 0:1 gegen eine Südauswahl der Ü55. Für die EM in London beim HC Southgate im kommenden Jahr sind jeweils zwei Teams Ü60 und Ü65 sowie eine Ü70-Mannschaft gemeldet worden.

Zur dritten Auflage des Regio-Cups hat Development-Manager Rochlitz bei der Ü55 der Schweiz und Frankreichs angefragt, die Ende März das bisherige Starterfeld mit den Regionalmannschaften Nord, Ost, Süd und West ergänzen sollen. Nichtsdestotrotz werden weitere Mitspieler über 58 Jahre gesucht, die sich bei ihm gerne unter E-Mail Th.Rochlitz@gmx.de melden können. Wer darüber hinaus Interesse an einer Mitgliedschaft im „Team Germany Ü60“ hat, sollte Sport-Manager Schrader unter E-Mail schrader-hamburg@t-online.de oder Team-Manager Haupt unter E-Mail wolf-michael.haupt@t-online.de kontaktieren. Weitere Informationen über das „Team Germany Ü60“ selbst sind auf der Homepage www.hockeyue60Deutschland.com abrufbar.